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Dittrich, Max; Eitel, Wilhelm; Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse [Editor]
Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse: Abteilung A, Mathematisch-physikalische Wissenschaften (1912, 2. Abhandlung): Über die Bestimmung des Wassers und der Kohlensäure in Mineralien und Gesteinen durch direktes Erhitzen in Röhren aus geschmolzenem Bergkristall — Heidelberg, 1912

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.37306#0003
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In einer früheren Abhandlung!) wurden einige Abänderungen
der SiPöcz'schen Methode zur Bestimmung des Wassers in Sili-
katen beschrieben, welche darin bestehen, daß das hygroskopische
Natriumkaliumkarbonat durch das vollkommen trocken zu er-
haltende Natriumkarbonat und das Porzellanrohr durch ein
solches aus geschmolzenem Bergkristall ersetzt wird; dadurch ist
es möglich, das Schmelzgemisch viel stärker als früher, sogar
mit vollster Gehläsetlamme zu erhitzen und so einen völligen
Aufschluß der Substanz zu erzielen. Durch diese Verbesserungen
erhält man zwar äußerst genaue und gut übereinstimmende Re-
sultate, welche das gesamte vorhandene Wasser angeben, allein
die Ausführung der Methode ist immer noch ziemlich mühsam,
und man muß erst eine genügende Übung sich aneignen, um
damit sicher arbeiten zu können. Ferner gibt diese Methode
nur die Wassermenge an, während es dadurch nicht möglich
ist, da sich immer etwas Soda zersetzt, gleichzeitig auch die
Kohlensäure bestimmen zu können. Aus diesem Grunde ist die
Methode zwar für Mineralien, namentlich dann, wenn nur wenig
Substanz vorhanden ist und diese nur Wasser, aber keine Kohlen-
säure enthalten, von großem Werte; für Gesteine, in denen viel-
fach Wasser und Kohlensäure gleichzeitig Vorkommen dagegen
etwas zu umständlich, da stets eine besondere Kohlensäure-
bestimmung ausgeführt werden muß.
Daher erschien es erstrebenswert, eine Methode zu besitzen,
durch welche in einer Operation Wasser und Kohlensäure gleich-
zeitig bestimmt werden können. Es wurden deshalb Versuche
angestellt, ob es nicht möglich wäre, wie dies auch schon von
anderer Seite2) versucht worden war, das Alkalikarbonat durch
1) M. DlTTRICH U. W. EITEL, Ü&67*
seA<?% m SWkfUgw. Sitzungsberichte der Heidei-
berger Akademie der Wissenschaften, Stiftung Heinrich Lanz, mathematisch-
naturwissenschaftiiche Kiasse, Jahrgang 1911, 21. Abhandiung.
2) P. JANNASCH, H. Auftage, S. 353 f. — W. BÖTTGER,
Z. /. 49, 487 (1910). — F. A. GoocH und S. B. KuztRiAN,
Z. /. CAe??ue, 77, 323 (1911).

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