6 (A. 23)
A. Osann:
Diese amerikanischen Verhältnisse lassen einen genetischen
Zusammenhang zwischen dem lokalen und auffallenden Vor-
kommen eines Glaukophangesteins auf der Eisenerzlagerstätte
von Utö und dem Auftreten der beiden Pegmatitgänge vermuten
und der Gedanke liegt nahe, die blaue, jedenfalls Alkalien führende
Hornblende auf einen eventuellen Lithiongehalt zu prüfen. Der
Rückstand des mit H F und H2S04 eingedampften Minerals gibt
in der Tat der Bunsenflamme eine kräftige Rotfärbung, die nach
spektralanalytischer Untersuchung meines Kollegen Riesenfeld
nur durch Lithium hervorgerufen wird. Das vollkommen frische
Mineral läßt sich mit schweren Lösungen leicht sehr rein isolieren.
Prof. Dittrich hatte die Ausführung einer quantitativen Analyse
übernommen, dieselbe aber leider nicht mehr zu Ende führen kön-
nen; die Bestimmung des Fluors, des Eisenoxyduls, die zur Ver-
meidung von Fehlerquellen an möglichst grobem Pulver vorge-
nommen wurde, sowie die Trennung der Alkalien, verdanke ich
Frl. Dr. Hezner. Die Trennung von Natrium und Lithium wurde
doppelt, mit sehr nahezu gleichem Resultat ausgeführt (Li20 -
2,18 und 2,08 %); die unten angegebene Zahl ist das Mittel beider
Bestimmungen. Die Analyse ergab die Werte unter I; unter la
stehen die mit
100 multiplizierten
Molekularquotienten:
I
la
Ib
II
Si02.
60,45
100,09
100,09
53,28
Ti02.
Spur
—
—
—
ai2o3 ....
7,70
7,53
13,59
7,53
■ 13,59
2,31
Fe203 ....
9,68
6,06
6,06
—
FeO.
4,38
6,09
6,09
■33,86
1,62
MnO.
—
—
36,12
MgO 27,77
7,54
MgO.
12,12
30,03
(MgF)aO 1,13
19,20
CaO.
—
—
—
8,43
Na20 ....
1,12
1,80
1,80
6,33
k20.
Li20.
0,54
2,13
0,57
7,09
22,12
0,57
7,09
23,25
0,66
h2o-110 . . .
0,09
—
—
—
H20110“1250 . .
2,28
12,66
12,66
0,71
F.
0,43
2,26
—
Sä .
100,92
100,08
-0 0,18
100,74
A. Osann:
Diese amerikanischen Verhältnisse lassen einen genetischen
Zusammenhang zwischen dem lokalen und auffallenden Vor-
kommen eines Glaukophangesteins auf der Eisenerzlagerstätte
von Utö und dem Auftreten der beiden Pegmatitgänge vermuten
und der Gedanke liegt nahe, die blaue, jedenfalls Alkalien führende
Hornblende auf einen eventuellen Lithiongehalt zu prüfen. Der
Rückstand des mit H F und H2S04 eingedampften Minerals gibt
in der Tat der Bunsenflamme eine kräftige Rotfärbung, die nach
spektralanalytischer Untersuchung meines Kollegen Riesenfeld
nur durch Lithium hervorgerufen wird. Das vollkommen frische
Mineral läßt sich mit schweren Lösungen leicht sehr rein isolieren.
Prof. Dittrich hatte die Ausführung einer quantitativen Analyse
übernommen, dieselbe aber leider nicht mehr zu Ende führen kön-
nen; die Bestimmung des Fluors, des Eisenoxyduls, die zur Ver-
meidung von Fehlerquellen an möglichst grobem Pulver vorge-
nommen wurde, sowie die Trennung der Alkalien, verdanke ich
Frl. Dr. Hezner. Die Trennung von Natrium und Lithium wurde
doppelt, mit sehr nahezu gleichem Resultat ausgeführt (Li20 -
2,18 und 2,08 %); die unten angegebene Zahl ist das Mittel beider
Bestimmungen. Die Analyse ergab die Werte unter I; unter la
stehen die mit
100 multiplizierten
Molekularquotienten:
I
la
Ib
II
Si02.
60,45
100,09
100,09
53,28
Ti02.
Spur
—
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—
ai2o3 ....
7,70
7,53
13,59
7,53
■ 13,59
2,31
Fe203 ....
9,68
6,06
6,06
—
FeO.
4,38
6,09
6,09
■33,86
1,62
MnO.
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36,12
MgO 27,77
7,54
MgO.
12,12
30,03
(MgF)aO 1,13
19,20
CaO.
—
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8,43
Na20 ....
1,12
1,80
1,80
6,33
k20.
Li20.
0,54
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H20110“1250 . .
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12,66
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F.
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