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Wolgast, Eike [Editor]; Seebaß, Gottfried [Editor]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Editor]; Kirchenrechtliches Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland [Editor]; Sehling, Emil [Bibliogr. antecedent]
Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts (2. Band = 1. Abtheilung, 2. Hälfte): Die vier geistlichen Gebiete (Merseburg, Meissen, Naumburg-Zeitz, Wurzen), Amt Stolpen mit Stadt Bischofswerda, Herrschaft und Stadt Plauen, die Herrschaft Ronneburg, die Schwarzburgischen Herrschaften, die Reussischen Herrschaften, die Schönburgischen Herrschaften, die vier Harzgrafschaften: Mansfeld, Stolberg, Hohenstein, Regenstein, und Stift und Stadt Quedlinburg, die Grafschaft Henneberg, die Mainzischen Besitzungen (Eichsfeld, Erfurt), die Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen, das Erzbisthum Magdeburg und das Bisthum Halberstadt, das Fürstentum Anhalt — Leipzig: O.R. Reisland, 1904

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https://doi.org/10.11588/diglit.26561#0262
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248 Die vier Harzgrafschaften: Mansfeld, Stolberg, Hohenstein, Regenstein und Stift und Stadt Quedlinburg.

gerechten und gottlosen, zwischen dem der gott
dienet und dem, der im nicht dienet, welchen
unterscheid seine christliche kirche, derselben
diener, und alle fromme christen, so viel das
eusserliche belanget, auch billich halten sollen,
und müssen.
1. Corinth. 15.
Gott sei lob und dank, der uns den sieg
gegeben hat.

Hiob 19:
Ich weis das mein erlöser lebet.
Zu Eisleben in der alten und löblichen graf-
schaft Mansfelt gedruckt bei Urban Gaubisch,
wonhaftig auf dem graben, den fünften mai.
Anno 1580.

Die Grafschaften Stolberg.
Hilfsmittel: Acta historico-ecclesiastica. Bd. 5. (Theil 25—30.) S. 774 ff.; Zeitfuchs,
Stolberger Kirchenhistorie. 1717; Delius, Einige Nachrichten über den Eintritt, Fortgang
und die Wirkung der Reformation in der Grafschaft Wernigerode. Wernigeroder Intelligenzblatt
1817. S. 161: Leopold, Kirchen-, Pfarr- und Schulchronik der Gemeinschaftsämter Heringen,
Kelbra, der Grafschaft Hohenstein, der Stadt Nordhausen und der Grafschaften Stolberg-Rossla
und Stolberg-Stolberg seit der Reformation. Nordhausen 1817; E. Pfitzner, Tileman Platner
oder die Reformation in der Stadt und Grafschaft Stolberg. Stolberg 1883; R. Pfitzner, in:
Zeitschrift des Harzvereins 23, 292 ff.; Jacobs, in der Allgem. D. Biographie zu den Grafen
Ludwig und Ernst, 36, 339, 345; Gess, in: Zeitschrift des Harzvereins 24, 454 ff.
Archiv: Fürstl. Archive zu Wernigerode, Stolberg, Rudolstadt. Dresden, H.St.A.
Zerbst, St.A.
Wenngleich die Reformation in den Grafschaften Stolberg [Johann Spangenberg] und
Wernigerode [Lampadius] noch zu Lebzeiten Georg’s von Sachsen Eingang fand, so kam es zu
einer eigentlichen Durchführung der Reformation in Stadt und Land doch erst 1539, denn
Graf Botho schrieb noch am 22. Mai 1537 an seinen Lehnsherrn, Herzog Georg von Sachsen,
dass er in Lehre und Ceremonien nichts habe ändern lassen (Ztschr. des Harzvereins 18, 484).
ln dem Erbvergleich, in welchem die Söhne des Grafen Botho († 1538) dem ältesten
Bruder Wolfgang die Gesammt-Regierung übertrugen, war die Vollmacht zur Kirchenver-
besserung gegeben. Graf Wolfgang bestellte Tilemann Platner zum Superintendenten. Dieser
führte durch Visitation das Werk durch.
Über die Verhandlungen der herzoglich sächsischen Visitation in Stolberg vom Jahre 1542
s. Dresden, H.St.A., Loc. 10 599, „Visitations-Akte der Kirchen und Schulen im Lande zu
Thüringen und Meissen betr.“, 1542, 1559; Georg Müller, in: Beiträge zur Sächs. Kirchen-
geschichte 9, 164. Über Verhandlungen mit Kurfürst Moritz wegen gemeinsamer Gebräuche s.
unter Hohenstein.
Wenn Göbel, Ursprung, Geschichte und Verfassung der Consistorien in den kur-
sächsichen Landen, Freiburg 1794, S. 111, die Errichtung eines Consistoriums in das Jahr 1539
setzt, so erscheint ihm dieses Jahr selbst zweifelhaft. Die Notiz ist gewiss unrichtig. Erst
recht natürlich die Nachricht von Leopold S. 56, der sogar im Jahre 1524 (!) von einem
Consistorium in Stolberg spricht.
Als der Kaiser im Jahre 1548 das Interim publicirte, verbanden sich die stolbergischen,
mansfeldischen und schwarzburgischen Grafen, „solche schrift aus gottes wort durch ihre theo-
logos gründlich zu untersuchen, die irrthümer zu widerlegen und dem kaiser vorzustellen“.
S. unter Schwarzburg und unter Regenstein.
 
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