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Frahm, Eckart; Maul, Stefan M. [Editor]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Editor]
Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts (Band 3): Historische und historisch-literarische Texte — Wiesbaden: Harrassowitz, 2009

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https://doi.org/10.11588/diglit.32131#0104
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Nr. 43-44

91

Umschrift:

1 ’ [l](l-b(l-ri[s XXX ultu\ (Böhls Text hier beschädigt, seine Ergänzungen unzutreffend)

2’ [U4.M]ES ma-a-du-te rnd-[du-tam illikma\

3’ [i-te\-me qaq-q[a-ris\

4’ [Nabü d' n?\"'Tas-me-tu4 [in bft\

5’ [Istar\ as-sur-i-t[e ? asbüma\

6’ [imahharü\ rsur'-[qi-ni\

Rest weggebrochen

Das von Grayson in: J. W. Wevers - D. B. Redford (Hrsg.), Fs. F. V. Winnett, 157-168 publizierte Zylinderfragment IM 3209 +
3249, das ebenso wie LB 1323 nach dem Eponymen Bel-ahu-usur datiert ist, repräsentiert den in Ninive verorteten sog. „Zylinder
C“ Sin-sarm-iskuns.

Gruppe 2:

Pri smenfr agmente:

- VA 7506 = Ass. 3518 = KAH 2,130 (+)Pedersen va 7518 = Ass. 3830 = KAH 2,132; Kolumnenzahl unklar (Pedersen, KbOA\
„kleines Bruchstück eines Tonprismas“); Reste von vier Kolumnen erhalten, nur teilweise parallel zu dem Böhl-Text, Datierung:
Eponymat des [Assur-mätu]-taqqin (nach PNA 1/1 ca. 623 v. Chr.). Sehr kurze Zeilen, wahrscheinlich weniger Text als auf den
der „Gruppe 1“ zugehörigen Manuskripten.

Die den Bau des Nabü/Tasmetu-Tempels betreffenden Tonnagelinschriften Sin-sanu-iskuns wurden bearbeitet von Grayson -

Donbaz, RICCA, 55-60; sie datieren in das Eponymat des Sa 5 ilu (ca. 620 v. Chr. nach PNA 1/1).

Die 13 Zeilen von A 494 duplizieren den Text der zur „Gruppe 1“ gehörigen Manuskripte, was größtenteils, aber offenbar nicht

durchgehend, auch für den auf VAT 9524 erhaltenen Text gilt.

i’, VAT 9524

1 ’: [ba-ne\-e ist unsicher, in Böhls Text findet sich stattdessen epes (Z. 27f.: anäku Sin-sarru-iskun. epes biti suätu ina libbija

ibbasima, etc.).

7’: Böhls [ina te-me-en-sü (?)] bewährt sich nicht. Problematisch an der von mir vorgenommenen Ergänzung ist, daß maskanu
zwar einen femininen Plural besitzt, im Singular aber offenbar maskulin ist, was sich mit dem nachfolgenden adjektivischen
Attribut mahrTti nicht ohne weiteres vereinbaren läßt.

10’: So nach dem Böhlschen Duplikat. Das te ist unschön, und vor ihm scheint ein weiteres Zeichen radiert worden zu sein. Hier
wird ohne Frage auf Baurituale angespielt, wie sie zuletzt von C. Ambos, Mesopotamische Baurituale behandelt wurden.

11’-14’: Die hier vorgenommenen Ergänzungen sind durchweg sehr unsicher. Der Böhlsche Text ist an der vorliegenden Stelle stark

beschädigt und weicht offenbar teilweise ab. Er lautet: 29.ina sipir kakugallüti ina pili 30[.] ultu ussTsu adi gabadibbisu

arsip usaklib, VAT 9524,Z. 11 ’ wird also offenbar ausgelassen. Problematisch ist die oben vorgeschlagene Textrekonstmktion
vor allem wegen des in Z. 13’ angesetzten Suffixpronomens -si, das hier im Prinzip natürlich fehl am Platze ist; an seiner
Stelle würde man ebenso wie in Z. 6’f. und 16’f. -sü erwarten. Sollte die Zeile falsch ergänzt sein (und etwa eine Genitivform
des Adjektivs ensu oder die Form ü-ki\n-si vorliegen), müßte der gesamte Passus anders rekonstruiert werden.

19’f.: Der Böhlsche Text ist hier erneut beschädigt ( 31[.e-pu\-us-ma), so daß keine sichere Ergänzung vorgeschlagen werden

kann. Vielleicht ist in Z. 20 [(...) e-pu-us\- rmä' zu lesen.

II. Königsinschriften unklarer Zuweisung

Obwohl sich für die meisten der nachstehend behandelten Inschiiften zumindest der ungefähre Abfassungszeitraum ermitteln läßt,
werden sie hier in der Reihenfolge ihrer Museumsnummern präsentiert.

44) VAT 9482 (Kopie: S. 230) frühneuassyrische Königsinschrift(?)

Fundnummer: Ass. 7548; Fundort: Halde.

Kleines Fragment aus der Mitte einer mit Brennlöchern versehenen Tontafel ,28 x 39 mm,Reste nur einer Seite erhalten,fmhneuassyrische
Schiift.

Frühere Kopie, Bearbeitung: -
 
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