Mxit'ar; Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Philosophisch-Historische Klasse [Editor]; Zeller, Heinrich L. [Oth.]
Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse (1915, 1. Abhandlung): Das Seerecht in dem armenischen Gerichtsbuche des Mechithar Gosch — Heidelberg, 1915

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I. Einleituiig.

A. Die HandschriftenVenedig(Mechitharisten-Bibliothek)
n° 1237 und Etschmiadsin n° 50 (Karapet) bzw. n° 492
im allgemeinen.
a) Der Katalog der Handschriften der Mechitharisten-Biblio-
thek auf der Insel San Lazzaro bei Venedig ist noch nicht
gedruckt. Die Niederschrift der Handschrift n ° 1237, weiche für
den Fürsten WaMang erfoigte, wird in dasiJahr 1184 (= 633 der
armenischen Ära) gesetzt. Dieser Codex enthält nach der Ansicht
von einigen Gelehrten den Urtext des Datastanagirkh von Me-
chithar GoschJ
Die ganze auf Papier in fortlaufenden Zeiien geschriebene
Handschrift hat ca. 20 cm Höhe, ca. 13,5 crn Breite undca. 6 cm
Dicke. Ihre 315 Blätter sind von neuerer Hand — entsprechend
der in einem heute gedruckten Buche üblichen Weise — auf
jeder Seite numeriert. Das dicke gelbe, gut erhaltene Papier hat
kein Wasserzeichen.
Unser vom Strandrecht handeindes Kapitel beginnt auf
Seite 486 Zeile 5 und endet auf Seite 487 Zeile 7. Das Inhalts-
verzeichnis, welches dem Rechtsbuche vorausgeht, steht auf
Seite 101 ff.
b) Eine Beschreibung der Etschmiadsiner Handschriften ka.nn
der Herausgeber zurzeit nicht liefern, da er dieselben nicht per-
sönlich gesehen hatS
Der in beiden Codices in durchiaufenden Zeiien geschriebene
Strandrechtstext steht in der Handschrift n° 50 (Karapet) auf
Biatt 145 recto, in der Handschrift n° 492 auf Bl. 70 verso.
B. Paläographische Bemerkungen.
a) Der Text des Venediger Denkmals ist gleichmäßig ge-
schrieben, aber nicht immer ieicht zu lesen (vgl. unten). Der
rechteckförmige Schriftrahmen wird durch je zwei wagrechte
1 Vgl hierüber KARST, Grundriß der Geschichte des armenischen Rechtes,
S. 368 f., in der Zeitschrift fiir vergleichende Rechtswissenscha.ft, herausgegeben
von BERNHÖFT, COHX und KOHLER, 19. Band, Stuttgart 1906.
^ Über die Handschrift n° 492 vgl. die Beschreibung bei KARST, a. a. O.,
S. 368. Dieselbe stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1295.
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