Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Philosophisch-Historische Klasse [Editor]; Junker, Heinrich F. J. [Oth.]
Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse (1914, 14. Abhandlung): Drei Erzählungen auf Yaynā̄bī — Heidelberg, 1914

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Heinrich F. J. Junker:

recht gut als Beleg für die oben gemachte Ännahme einer
Entstehung von nah aus an ah geltend machen kann. Es
ist schließlich noch zu beachten, dah einer Forrn an ah- in
den Ableitungen von än, aw. anya- eine Konkurrenz ent-
stand, die jedenfalls nicht ohne Einfluß auf die Erhaltung
des anlautenden a- war und wohl auch einen Ausgleich der
naheliegenclen Bedeutungsinhalte von än 3h- und aw-Formen,
wie seni-x — s. o. Satz 17 —, bewirkte. — Es ist nicht ohne
Interesse zu sehen, daß nah auch (in Nämitkän) zur Ver-
stärkung des Verbalbegriffes, also zu einer Art Intensiv-
bildung, gebraucht wird. So zur Wiedergabe des Satzes:
cer ertrank’ yn. 6b ipi nähawu (näxawu), zu dessen umschrei-
bender Form man &bi sseriuek atir cer schwamnr (seeri-uek
coben-auf ,) vergleichen mag. — Zu rsenk-i ist auf w. sq. ca-
rang, sy. ci-rang cwie?’ hinzuweisen. — ap asmäri: 2 Slmpf.
agser' s utur d äses uiv8t" ybuci 1 Jiärl ödämi 11 s utur niv8t" Jce' ybuci
s utür 3t' hseu wänt: [p. agar gusfandJiä daJi ta bäsad, bäyad
Jiar kudäm yak gasfand dästa bäsand; pas az m qarär gas-
fandJiä nuh täst\.

s utür d: an den folgenden Wortanlaut angeglicben, docli
eher eine tonlose Media. — s utür 3t: hier ist - ät Form der
Langsamrede bei nachdrücklichem Sprechen. — uw8t: 3SKonj-
Präs. — uwcmt: 3PKonjPräs., s. § 94.

(28) hseukser t'd o vu8iv: [p. naukar bäz guft\.

tfi: ist eine SandhiForm von tik 'wieder’, § 96. S. auch Satz 30.

(30) ä uuäw" ke c u ke ' ödämi däJiumi s utür neras 'be s utür ap araxs:
[p. guft: pas cirä ädam i daJiumx bl güsfand mänad].

Der Übersetzer hat s utür neras — vielleicht in Erinnerung
an Satz 25 — hinzugefügt. — ddämi ddJiümi ist ganz persisch
und weist auf das Fehlen des Ordinale im Bezirk von Phkin
hin. Selbständige Ordnungszahlwörter gibt es aber beispiels-
weise in Öävflä, wo der erste' ipum, cder zweite’ dupum,
cder dritte’ drseipum usw., cder zehnte’ äsezpum lautet. Hier
scheint -yum von iy-um, neben t, eh und -ik, Cfalsclr ab-
getrennt zu sein, denn diese Form läßt sich — vgl. auch
np. yakum — leicht aus eu akäm a erklären. 1) Die Enveichung

J) Es ist übrigens aueh im Auge zu behalten, daß l\um eine nach dem
Vorbild des pers. yakum zustande gekommene Form sein kann, die sich auf ein
fertiges \k aufbaute,
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