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Hornung, Herwig Hans [Oth.]; Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste [Contr.]; Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Österreichische Akademie der Wissenschaften [Contr.]
Die Deutschen Inschriften (Band 10 : Wiener Reihe ; Band 3): Die Inschriften der politischen Bezirke Amstetten und Scheibbs — Graz: Boehlau [u.a.], 1966

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https://doi.org/10.11588/diglit.55961#0185
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298

Ernegg/Scheibbs

1561

Bauinschrift im Arkadenhof des Schlosses. An einer Säule der Arkaden im ersten Stock befindet
sich gegen den Hof zu ein Schildchen mit erhabener I., Monogramm und Jz. Am Rande des
Schildes kleine Zierleisten. Sandstein, 23 : 23 cm; Antiqua, 6 cm.

I V E
15 6 1

Das Monogramm bezieht sich auf Judith von Oedt (Edt), die mit ihrem Vater Georg am 14. XII.
1560 von Bischof Georg zu Regensburg mit Ernegg belehnt wurde.

Hoheneck II (1732) 21 — NT II/l (1885) 701b — Binder, Burgen (1925) I 142.

299

Ganiing

(1351) 1797

Grabinschrift der Johanna von Österreich im Chor der Pfarrkirche, auf der Evangelienseite an
der Wand. Die schmucklose Tafel mit sehr sorgfältig gemeißelter, gold nachgezogener I. in barok-
ker Rahmung ist eine Nachbildung von 1797 der Bleiplatten, die sich am Grabmal Herzog
Albrechts II. und seiner Gemahlin in der Klosterkirche der Kartause befanden. Schwarzer Lilien-
felder Marmor, 55 : 110 cm; got. Map, 3 cm.

ANNO • DNI • M • CCC • LI • FERIA • TERCIA • PROXIA • PTS •
FESTV • STI • MARTINI • EPI • OBIIT • INGENUA • ET •
PROUIDA • PRINCEPS • DNA • I0HANA • OLYM • DUCIS
SA • AUST'E • STYR • ET • KARINTH • DNA • CARNIOLE • MARCHI
E • ET • PORTUSNAOIS • COMITISSA • IN • HABSPURG • KY
BURG • ET • FERRETIS • NECNO • LATGRAFIA • SUPERI
ORIS • ALSACIE • NATA • DE • FERRETIS • GENITRIX • ILLUS
TRIU • PRINCIPUM • DNO° • RUD • FRIDR’ • ALBER’ • ET • LEU
POL’ • DYCA • KÄTHE • ET • MARGARETE • ET • SEPULTA •
IN • GEMNICO • MONAS’ • SYE • FUDACIOIS • ORDIS • CAR
THUSIEN’ • IN • HOC • SARCOFAGO • REQUIESCIT •

Ü.: Im Jahre des Herrn 1351, an dem Dienstag, der auf das Fest des heiligen Bischofs Martin
folgte (15. XI.), starb die edle und fürsorgliche Stifterin Johanna weiland Herzogin von Öster-
reich, Steiermark und Kärnten, Herrin der Mark Krain und Portenau, Gräfin von Habsburg und
Kyburg, Landgräfin des oberen Elsaß, geborene von Pfirt, Mutter der erlauchtigsten Fürsten,
der Herren Rudolf, Friedrich, Albert und Leopold, sowie der Herzoginnen Katharina und Marga-
rete. Und sie liegt begraben im Kloster des Ordens der Kartäuser zu Gaming, ihrer Stiftung,
und ruht hier in diesem Sarg.
Über die Tafel, Geschlecht und Literatur vgl. die folgende Nr. 300.

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