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Lutz, Dietrich [Oth.]; Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste [Contr.]; Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Österreichische Akademie der Wissenschaften [Contr.]
Die Deutschen Inschriften (Band 15 : Münchner Reihe ; Band 4): Die Inschriften der Stadt Rothenburg ob der Tauber — München: Druckenmueller, 1976

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https://doi.org/10.11588/diglit.45638#0059
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Franziskanerkirche

27

1378 November 6

Grabstein des Friedrich genannt Schultheiß. An die Südwand des Kirchenschiffes gelehnt. Helle Muschel-
kalkplatte mit einem eingehauenen und wahrscheinlich früher in Farbe gefaßten Wappen im Bildfeld.
Umlaufend, oben links beginnend, zwischen zwei eingekerbten Linien eine Schriftzeile, die im ersten
Viertel der linken Langzeile endet. Die eingehauene Schrift ist gut erhalten und nur am unteren Rand ein
wenig beschädigt. Sie ist mit schwarzer Farbe nachgezogen und vermutlich etwas nachgearbeitet. Nach
Bezold war der Stein ursprünglich in den Fußboden eingelassen.
H. 181 cm, B. 95 cm, Bu. 6-7 cm. - Gotische Majuskel.
+ ANO • DNI • M • CCC / LXXVIII • 0 • FRIDERIC9a) •
DICT9 • SCHVLTET9 / I • DIE • SCP) • LEON[H]/ARDI •
Die Kürzungszeichen sind nicht mit Farbe nachgezogen, deshalb schwer erkennbar, a) am Beginn des Wortes beim F ein zusätz-
licher Strich eingetieft, so daß ein E zu lesen ist, das aber in der geraden offenen Form von den übrigen in dieser Inschrift ver-
wendeten E-Buchstaben abweicht; b) der mittlere Strich, der das C in ein E umwandelt, ist nur mit Farbe aufgemalt, nicht
eingetieft.
Im Jahre des Flerrn 1378 starb Friedrich genannt Schultheiß am Tage des heiligen Leonhard (November 6).
Wappen: Trüb. Nach diesemWappen kann der Verstorbene als Reichsschultheiß Friedrich Trüb identi-
fiziert werden.
Albrecht Heft I mit Abb.; Bensen1 S. 69; Bensen3 S. 36; Bezold S. 156 Nr. 73; Hoffmann S. 590 Nr. 66; Kießkalt S. 52 Nr. 53
mit Abb. (Nachzeichnung); Kdm. S. 270 Nr. 3, Abb. 205; Weißbecker2 S. 19.

28 Franziskanerkirche 1383 September 30

Grabstein des Lupoid von Wolmershausen. Im Kirchenschiff in den Boden eingelassen. Muschelkalkplatte;
im Bildfeld oben ein eingehauenes Vollwappen, dessen Helm durch ein später angebrachtes Epitaph zer-
stört wurde; ein zweites Wappen im unteren Teil des Bildfeldes ist nur noch im Umriß des Schildes zu
erkennen. Umlaufend, oben links beginnend eine von zwei eingeritzten Linien eingefaßte Schriftzeile.
Die eingehauene Schrift ist stark abgetreten und stellenweise unleserlich.
H. 212 cm, B. 93 cm, Bu. 7 cm. - Gotische Majuskel.
+ ANNO • DNIa) • M / CCC • LXXfXIlP) • 0C) • DN]Sd) •
LVPOLD • DE • WO/L[MERSHAVSEN] / e) [MILE]Sf) •
[IN] • CRASTINO • STD) • MICHAHEL’ •
a) Kürzungszeichen nicht erkennbar; b) so Bezold, LXXIII Kießkalt; c) so Kießkalt, OB Bezold; d) IN.XPS Kießkalt; e) Zeilen-
umbruch möglicherweise schon ein oder zwei Buchstaben früher; f) so Bezold und Kießkalt; g) so für SCI, Kürzungszeichen
nicht erkennbar.
Im Jahre des Herrn 1383 starb Herr Lupoid von Wolmershausen, Ritter, am Tag nach dem St. Michaelstag (September 30).
Wappen: oben Wolmershausen; das zerstörte untere soll nach Kießkalt Enheim gewesen sein.
Bezold S. 154 Nr. 67; Hoffmann S. 588 Nr. 58; Kießkalt S. 102 Nr. 85; Kdm. S. 276 Nr. 18; Weißbecker2 S. 24.

29

T opplerschlößchen

1389

Tafel mit Bauinschrift. Außen links des Eingangs in etwa 3 m Höhe angebracht. Hochrechteckige Tafel
aus ockerfarbenem Sandstein. Die Inschrift umfaßt sechzehn Zeilen; die eingehauene Schrift war ursprüng-
lich mit Metall oder mit einer pechartigen Masse ausgefüllt und ist bis auf einige Ergänzungen am rechten
Rand gut erhalten. Die Jahreszahl 1389 und das Toppierwappen unter der Tafel auf der Mauer sind neueren
Datums.
H. 96 cm, B. 64 cm, Bu. 3-3,5 cm. - Gotische Minuskel.
+ diz • haus • mit • den • grabe • / • hot • der •
erb’ • man • heinric / • toppler • burg’meist’ • zu •
der • / • zeit • zu roteb’g • mit • sin • / • selbes •

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