Metadaten

Nikolaus [Editor]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Philosophisch-Historische Klasse [Editor]
Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse (1941/42, 1. Abhandlung): Untersuchungen über Datierung, Form, Sprache und Quellen: kritisches Verzeichnis sämtlicher Predigten — Heidelberg, 1942

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.42026#0096
License: Free access  - all rights reserved
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
88

.Josef Koch, Cusanus-Texte: I. Predigten, 7.

LXX.
Die palmarum Confluencie 1449.
,,Filius hominis vadit“, < Matth. 26, 24).
De seipso loquitur Ihesus quomodo ,,filius hominis vadit, sicut
scriptum est de eo“ etc. Multa sunt altissima . . . Oportet quarto
Cristum sequi per mortem secundum passionem. Et in fine oracio
diei: „Omnipotens“ etc., que cuncta resolvit ad humilitatem et
pacienciam etc.
V2 17 vb—18 rb; D 125 r-v.
p 73r—v; b 469: Multa . . . dei. —- Consideremus primo quomodo Chri-
stus se nominat filium hominis et dicit se ire . . . ut sis membrum eius de
membro etc.* ■— Sicut enim servus . . . cum Christo.* — Si igitur cum
Christo . . . secundum passionem.*
*Scharpff 499—500.
Koblenz, 6. April 1449.* 1
Fr. X. Seppelt, Geschichte des Papsttums, Bd. IV, 1941, S. 308ff.). Bereits
von diesem Papst in petto zum Kardinal kreiert, konnte er erwarten, von
dessen Nachfolger wirklich diese Würde zu erhalten. Das geschah denn auch
am 20. Dezember 1448 (Eubel, Hierarchia usw., Bd. II, S. 11); am 3. Januar
1449 erhielt er S. Pietro in vincoli als Titelkirche zugewiesen. Die Anlage
eines neuen Entwurfbuches für seine Predigten bringt das Bewußtsein, einen
neuen Lebensabschnitt zu beginnen, deutlich zum Ausdruck. — Zwischen
dieser und der nächsten Pr. liegen die im Auftrag Nicolaus’ V. unternom-
menen Schritte zur Wiederherstellung des Friedens zwischen dem Herzoge
von Cleve und Kur-Köln. Im September weilt er in Köln, am 10. Oktober
nimmt er an den Verhandlungen in Düsseldorf teil, am 29. Oktober ist er
wieder in Koblenz, am 16. Januar 1449 weilt er zu vorläufigen Besprechungen
in Orsoy; danach hält er sich vermutlich bis Anfang April in Köln auf (J. Ua \-
sen, Westfalen und Rheinland im 15. Jahrhundert, Bd. I: Die Soester Fehde.
1888, Nr. 370, 371, 374, 377, 380, 390, 393).
1 Vansteenberghe (477) verlegt irrigerweise auch Pr. XIV und CI11
ins Jahr 1449. Vgl. die Anm. zu beiden. — Nach Ostern nahm Cusam;s
als socius des Kardinals Johannes Carvajal an den Friedensverhandlungen
zwischen Cleve und Kur-Köln in Maastricht (18.—27. April) teil. Vgl. J. Han-
sen, a.a.O., S. 134*f. und Bd. II, S. 160 und 193. In den folgenden Monaten
arbeitete er dann in Koblenz an der Beseitigung der noch bestehenden Streit-
punkte. Vgl. J. Hansen, Bd. I, Nr. 401, 402 und 404. Anfang Oktober
schreibt er „Apologia doctae ignorantiae‘; (vgl. h II, S. 1, 3f. und 19, 27).
nach dem 16. Oktober reist er noch einmal zu seinem schwer kranken Vater
nach Cues (J. HaNsen, a.a.O., Nr. 425) und bricht dann nach dem 11. No-
vember zur Romreise auf. Am 11. Januar 1450 zieht er in Rom ein (vgl.
Eubel, Hierarchia usw., Bd. II, S. 30 n. 128). Am 23. März wird er zum
Bischof geweiht und erhält das Bistum Brixen. Den Sommeraufenthalt im
Gebirge benutzt er zu mathematischen und philosophischen Arbeiten. Am
12. Juli vollendet er in Rieti „De geometricis transmutationibus“
 
Annotationen
© Heidelberger Akademie der Wissenschaften