Nikolaus [Editor]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Philosophisch-Historische Klasse [Editor]
Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse (1941/42, 1. Abhandlung): Untersuchungen über Datierung, Form, Sprache und Quellen: kritisches Verzeichnis sämtlicher Predigten — Heidelberg, 1942

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Zweites Hauptstück: B. Die Predigten des Kardinallegaten (1451—1452). 89

B. Die Predigten des Kardinallegaten (1451—1452)
LXXI.
Vermerkt ein kurcze 1er vnd auflegung vber den heyligen Pater
Nofter, alls in der hochwirdig herr vnd vater, her cardinalis de
Cufa, pifchoff zw Brixen, in der löblichen ftat auf fand Steffans
freythoff zw Wyenn gepredigt hat in dem vafchanng Anno domini
m°cccc° vnd darnach in dem Ij jar.
Am erfften zw reden von dem gepet des heyligen Pater Nofter
.... da alles vbel ennd hat. Das verleich vs der allmächtig got
durch feinen ainigen fun vnfern herren Iefum Chriftum mit der
gnad des heyligen geyfts. Amen.
Wien, Bibliothek des Schottenklosters 57, 67r-—74v (= Wi).
Text und Übersetzung: Pred. 6, S. 96——121.
Wien, zwischen 1. und 4. März 1451.* 1
LXXII.
In die reminiscere in Monaco, 1451.
,,Magna est fides tua: fiat tibi sicut vis“, <Matth. 15, 28).
Ex ewangelio notandum quomodo est exeundum [est] de suis
finibus ad petendum salvacionem, quia ,,non est qui faciat bonum,
(vgl. h V, S. YI), am 13. „De arithmeticis complementis“ (nach J. Uebin-
ger, Philos. Jahrbuch 9 (1896), S. 61 f.), am 15. „Idiota de sapientia“ I,
in Fabriano am 8. August II, im Kloster Val di Castro am 23. „Idiota de
mente“ und am 13. September in Fabriano „De staticis experimentis“
(vgl. h V, S. VI). Am Ende des Jahres kam hinzu (nachVansteenberghf,,
S. 257) „De quadratura circuli“. Durch die Bullen vom 24. und 29. De-
zember zum Legaten für Deutschland bestellt, tritt er am 31. seine Reise an
(Ei bel, a.a.O., S. 32 n. 138).
1 Vgl. Pred. 6, S. 184f. Der 1. März kommt für die Pr. nicht in Betracht,
da Cusanus an diesem Tag in Wiener Neustadt war. Hier verlieh ihm der
Kaiser die Regalien und bestätigte ihn als Bischof von Brixen. Vgl. F. A.-
Sinnacher, Beyträge zur Gesch. der bischöfl. Kirche Säben und Brixen in
Tirol, Bd. VI, Brixen 1829, S. 355. — Aus den Ortsangaben bei dieser und den
folgenden Predigten ersieht man den Weg, den der Legat durch Deutschland,
Holland und Belgien genommen hat. Für seine Wirksamkeit in der Salz-
burger Kirchenprovinz hat I. Zibermayr, Die Legation des Kardinals Niko-
laus Cusanus und die Ordensreform in der Kirchenprovinz Salzburg, 1914,
S. 117ff., ein sehr sorgfältiges Itinerar gegeben. Für die übrige Reise sind wir
auf Vansteenberghes Itinerar (483—490) angewiesen, das manche Fehler
enthält. Da ich zur Zeit nicht die Möglichkeit habe, die von ihm angegebenen
Archivalien nachzuprüfen, verzichte ich darauf, auch die Orte anzuführen,
die Cusanus zwar besucht, an denen er aber nicht gepredigt hat.
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