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sondern auch Joins und Duplikate verzeichnet, die verschiedene
Gelehrte, vor allem aber Abusch selbst, über die Jahre identifi-
zieren konnten. Darüber hinaus enthält der „Catalog“ inhaltliche
Charakterisierungen der Texte, zu denen meist auch (vorläufige)
Umschriften, zum Teil schon in synoptischer Form, vorliegen.
Abuschs Arbeit am „Catalog“ profitierte - ähnlich wie schon
Gerhard Meiers Maqlü-Edition - erheblich von dem besonderen
Interesse, das Friedrich Wilhelm Geers unserer Textgruppe ent-
gegenbrachte; die vorläufigen und daher unveröffentlichten
Kopien Londoner, aber auch einiger weniger Berliner Texte aus
Geers’ Nachlaß, die dieser im Auftrag des CAD anfertigte, bilde-
ten eine unverzichtbare Fundgrube für die Identifikation ein-
schlägigen Materials. Weiterhin hat Abusch ein umfangreiches
Foto-Archiv angelegt, das bei der täglichen Arbeit mit den
Texten von unschätzbarem Nutzen ist.

Trotz dieser umfangreichen Vorarbeiten schien es Tzvi
Abusch und dem Verf. im Jahr 2001 sinnvoll, in Hinsicht auf die
Erarbeitung der eigentlichen Edition des „Witchcraft Corpus“
(Arbeitstitel, kurz: WcC) eine Kooperation zu vereinbaren, die
eine schrittweise Vorlage des Werkes innerhalb der kommenden
Jahre trotz der zeitraubenden Museumsarbeit realistisch erschei-
nen läßt. Im Rahmen dieser Kooperation genoß ich das Privileg,
alle unpublizierten Vorarbeiten Abuschs uneingeschränkt in der
täglichen Arbeit am Corpus und an den Assur-Texten nutzen zu
können. Auch vorliegender Band verdankt dem Lebenswerk
Abuschs deshalb weit mehr als diverse Hinweise im Text auszu-
drücken vermögen. Darüber hinaus hatten wir während unserer

gemeinsamen Arbeitsphasen mehrfach Gelegenheit, Probleme in
den hier vorgelegten Texte ausführlich zu diskutieren. Für all
dies sei hier mein aufrichtiger Dank ausgedrückt.

Die hier vorgelegte Edition bildete einen Teil der Unter-
suchung „Schadenzauber in Mesopotamien. Quellen und
Studien“, die im Wintersemester 2004/2005 von der
Philosophischen Fakultät I der Würzburger Julius-Maximilians-
Universität als Habilitationsschrift angenommen wurde. Es ist
geplant, die übrigen Teile dieser Studie teils als eigene
Monographie zu veröffentlichen, teils - soweit es sich um
Kopien und Editionen von Keilschrifttexten handelt - in das von
Tzvi Abusch und dem Verf. vorbereitete „Witchcraft Corpus“ zu
integrieren. Die Arbeit an der Habilitationsschrift und damit auch
an vorliegendem Band wurde wesentlich während meiner
Würzburger Assistentenjahre (2001-2004) geleistet. Zu großem
Dank bin ich daher meinem Würzburger Lehrer, Prof. Gernot
Wilhelm, verpflichtet, auf dessen Förderung ich mich bei der
Arbeit an der Habilitationsschrift stets verlassen konnte. Die von
ihm geprägte, kollegiale und forschungsfreundliche Atmosphäre
des Würzburger Seminars ermöglichte ein unbeschwertes
Arbeiten; seinem Assistenten gewährte er bei allen Belastungen
des universitären Alltags, auch ohne Rücksicht auf die eigene
Person, immer den notwendigen Freiraum zur Forschung. Ich
werde mich immer mit tiefempfundenem Dank an meine
Würzburger Jahre erinnern.

London, den 18. Oktober 2005 Daniel Schwemer

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