Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Philosophisch-Historische Klasse [Editor]; Gradenwitz, Otto [Oth.]; Plaumann, Gerhard [Oth.]
Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse (1914, 15. Abhandlung): Griechische Papyri der Sammlung Gradenwitz — Heidelberg, 1914

Page: 54
DOI Page: Citation link: 
https://digi.hadw-bw.de/view/sbhadwphkl_1914_15/0054
License: Free access  - all rights reserved
0.5
1 cm
facsimile
54

Gerhard Planmann, P. Gradenwitz.

,,Ν. N. ciem Kleitarchos seinen Grnß. Nimm entgegen von Horos,
Solin des Harensis, für [den Kauf ?] einer Mulde polierter Hölzer,
welche er von Philon, Sohn des [[Lykon]] Dionysios gekauft hat,
als Steuer Drachmen (?) x. Jahr 23, Payni (?) .

Z. 1. Absender s. Einl.

Z. 2. Empfänger s. Einl. und Nr. 3 Einl. Über cler Zeile am
Ende Schriftspuren, zunächst scheint χ zu stehen; χαίρειν ? Aber
in Z. 2 ist genug Platz dafür.

Z. 5. Hinter ξ ist ι, ε, oc, allenfalls η möglich; o, ω, υ unmöglich.
In Bet.raclit käme ξάνθος, ξηρός neben ξεστός, das wohl auch inhalt-
lich den Vorzug verdient.

Z. 8. Trotz reichlicher Spuren keine sichere Lesung möglich;
s. zu 9.

Z. 9. τέλος H (= δραχμάς) δ möglich; dann müßte nach dem

* * . OC

Satz έγκύκλί,ον = 10 oder 20% in Z. 8 P κ oder μ stehen. χ(λκοΰ)
P κ wäre in Z. 8 in cler Tat möglich, aber die Drachmenzeichen
wären verschieden geformt.

Z. 10. Jahr 23 scil. d. Euergetes, sicher durcli Kleitarchos
(s. Einh).

Nr. 10. Vertrag über Hingabe an Zahlungsstatt (in Form eines
Kaufes). Tholthis im Oxyrhynchites. 215/14 a. G.

a) Inv. Nr. 154. Höhe: von der oberen Ausfertigung 13 cm er-

halten; untere Ausfertigung 17 x/2 cm; Breite 17 cm. Schluß
der oberen Ausfertigung und sonst große Stücke abgerissen.

b) Inv. Nr. 162. Höhe: von der oberen Ausfertigung cm er-

halten, untere Ausfertigung: 13 cm. Breite Ιβ 1/^ cm.

Die wenigen Lücken, die blieben, nachdem in a) die beiden
Ausfertigungen sicli ergänzt liatten, ließen sicli durch das Exemplar
b) ausfüllen. Dieses ist durchweg so verwaschen und gerade in den
das Wesentliclie enthaltenden Zeilen so stark zerstört, daß mir die
Lesung dieser Partien kaum gelungen wäre, wenn ich nicht den
Text durch a) gekannt hätte. Aucli so war es nicht mühelos, die
z. T. geringen Spuren mit dem nach a) zu erwartenden Wortlaut
zu vereinigen. Ich gebe in Anbetracht dessen aucli b) ganz, um
meine Annahme der Übereinstimmung des Wortlautes im Einzelnen
zu rechtfertigen. a) hat mehrere Dittographien, und die untere
Ausfertigung ist nicht beendigt; der Text wäre kaum auf das
loading ...

© Heidelberger Akademie der Wissenschaften