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Lutz, Dietrich [Oth.]; Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste [Contr.]; Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin [Contr.]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Bayerische Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig [Contr.]; Österreichische Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Akademie der Wissenschaften in Göttingen [Contr.]; Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz [Contr.]
Die deutschen Inschriften: DI (Band 15 : Münchner Reihe ; Band 4): Die Inschriften der Stadt Rothenburg ob der Tauber — München: Druckenmueller, 1976

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https://doi.org/10.11588/diglit.45638#0178
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Epitaphium / viri prudentissimi D(omim) Georgii Roeschii, Judicis / Imperialis in civitate
Rotenburgensi ad Tubarim integer/rimi. Qui pie ex hac vita decessit, die 19. octobris / Anno •
1586 • /

Conditur hoc tumulo corpus mortale Georgii
Roeschii, quem ex mundo jussit abire Deus,
ura fdedit populis qui nunc coelestia jura
accipit & sancta sede locatus ovat.
vivimus 8c morimur, mortem vivendo tenemus
sic fert humanae conditionis opus.
sic prodest vixisse tarnen, quo damna prioris
in laetum vertat vita futura hierum.
G(eorg) R(oesch) E(sther) v(on) B(erg)

Epitaph des weisen Mannes Herrn Georg Rösch, unbestechlichsten Reichsrichters in der Stadt Rothenburg an der Tauber,
der fromm aus diesem Leben schied am 19. Oktober im Jahre 1586. - (Vier Distichen) Beigesetzt ist in diesem Grab der sterb-
liche Leib des Georg Roesch, dem aus der Welt zu scheiden Gott befahl. Er sprach dem Volke Recht, der jetzt himmliches
Recht empfängt und im Himmel wohnend frohlockt. Wir leben und wir sterben, und lebend ergreifen wir den Tod, so bringt
es das menschliche Geschick mit sich; doch so gelebt zu haben bringt solchen Gewinn, daß das künftige Leben den Verlust
des früheren in herrlichen Gewinn verwandelt.
Wappen: Rösch; Berg (vgl. Zeichen Nr. 17). Bezold Tab. LXXXVI Nr. 5-6.
Vgl. 279t, 493t-
Bezold S. 397h Nr. 3 b.

347t

St. Jakob

1586 Dezember 24

Epitaph Anna Kreglinger. Im Chor an der Nordwand hing eine hochrechteckige bemalte Holztafel, auf
der unter einer Inschrift die Auferstehung Christi dargestellt war, darunter kniend die Verstorbene, ihre
beiden Männer, ein Sohn und fünf Töchter, dazu drei Wappen. Als Abschluß des Epitaphs eine vierzeilige
Inschrift.
Obere Inschrift:
Ich bin die aufferstehung und das [ ]a) Joh. XI.
Untere Inschrift:
Anno • Domini ’ 1586 • den 24. De/cembris verschiedt die Edle und tugend/same Fraw Anna
Kreglerin Ires alters bey 75. Jaren deren Seelen Gott gnadt.
Die obere Inschrift überliefert nur Bezold, von der unteren Inschrift StAR 1424 Kurzfassung: A. 1586 24 xbr obiit die Edle
Frau Anna Creglingerin äö aetat: 75. - a) zu ergänzen: leben. - Joh. n, 25.
Wappen: Eberhard; Wernitzer; Kreglinger. Vgl. Bezold Tab. I Nr. 7, Tab. V Nr. 2, Tab. I Nr. 8.
Bezold S. I2f. Nr. 18; StAR 1424 fol. 3i6r.

348 Spitaltor 1586

Schlußstein mit Bauinschrift. Am äußeren Torbogen ist in die untere Schräge des Schlußsteines eine zwei-
zeilige Inschrift eingehauen, darüber auf der Stirnseite des Steines ein hufeisenförmiges Schriftband mit
Inschrift. In der von dem Hufeisen umgebenen Fläche Steinmetzzeichen Nr. 47, Initialen und Jahreszahl.
Die Inschrift in der Schräge ist gut erhalten, dagegen ist das Schriftband an der Stirnseite sehr verwittert.
Nach Heller hat Leonhard Weidmann das Tor erbaut. Am Nebentörchen ist ebenfalls in den Schlußstein
eine Jahreszahl eingehauen, mit Steinmetzzeichen Nr. 46.
Bu. etwa 4 cm. - Renaissance-Kapitalis.
An der Schräge:
PAX • INTRANTIBVS / SALVS EXEVNTIBVS

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