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Klebs, Georg; Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse [Hrsg.]
Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse: Abteilung B, Biologische Wissenschaften (1916, 4. Abhandlung): Zur Entwicklungsphysiologie der Farnprothallien: Erster Teil — Heidelberg, 1916

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https://doi.org/10.11588/diglit.34599#0059
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Zur Entwickelungs-Physiologie der Farnprothallien. (B. 4) 59
ist und im Februar noch abnimmt, während die Zeilenzahl zu-
nimmt. Die spektrale Zusammensetzung des Tageslichtes, der
relative Reichtum an blauen Strahlen spielt hierbei eine Rolle.
Im Marz genügt schon die Redeckung der Kultur mit einem Deckel,
so daß die Entfernung von COg langsamer erfolgt, um Prothallien-
bildung hervorzurufen.
Seit 22.111. zwei Kulturen auf Agar + O.lKnop im COg-
freien Raum.
a) offen.
Nach 20 Tagen kurze 2—4zellige Keimlinge, nach 25 Tagen lauter
4zellige.
b) bedeckt.
Nach 14 Tagen an den kurzzeitigen Keimlingen vereinzelte Längs-
teilung; nach 25 Tagen die Mehrzahl zu kleinen Prothallien ent-
wickelt, in denen sich etwas Stärke nachweisen läßt.
Seit 30. VI. auf dem Versuchsbalkon vor direkter Sonne ge-
schützt; Agar + O.lKnop. Glas unbedeckt. Nach 18 Tagen an
den Keimlingen Eeginn der Prothallienbildung.
Das stärkere Tageslicht bewirkt im COg-freien Raum die
ersten Anfänge der Prothallienbildung; es genügt dafür die schwache
Assimilation; dazu kommt aber noch die besondere Wirkung der
blauen Strahlen des Tageslichtes.

/. Das Verhalten anderer Farnarten gegenüber Licht und Temperatur.
Nach der eingehenden Darlegung von PferN hmgi/oübz will ich
nur kurz auf die Sporen anderer Farne eingehen; es kam nur darauf
an, wie sich diese in einigen Hauptpunkten dem Licht und der
Temperatur gegenüber verhalten.
A. Die Keimung im Dunkeln.
Seit EoRoniNs Entdeckung (1868), daß gewisse Farne im Dun-
keln nicht keimen, ist die Frage nach dem Einfluß des Lichtes
auf die Keimung in zahlreichen Arbeiten behandelt worden. Nach
der neuesten Arbeit von NAGAi (1914), in der alles zusammen-
gestellt ist über die untersuchten Arten, ist von 30 Arten iepto-
sporangiater Farne die Keimung bei ca. 11 im Dunkeln beobachtet
 
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