Heeßel, Nils P. ; Maul, Stefan M. [Hrsg.]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Hrsg.]
Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts (Band 5): Divinatorische Texte: II. Opferschau-Omina — Wiesbaden, 2012

Seite: 81
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Nr. 7-8

81

3’

[...

... zu] seiner [link]en Seite biegt und se[ine] rechte Seite [ ...

...].

4’

[...

... zu] seiner [rech]ten Seite biegt und sei[ne] linke Seite [ ...

...].

5’

[...

... zu] seiner [linken] Seite biegt und sei[ne] rechte Seite [ ...

...].

6’

[...

... ] ... rechts und links gebogen ist [.].


7’

[...

... ] ... rechts und links flach liegt [.].


8’

[...

... ] ... rechts flach liegt [.].


9’

[...

... ] ... links flach liegt [.].


10’

[...

... ] ... sich flach legt und links [.].


11’

[...

... ] seine linke Seite sich flach legt und rechts [.].


12’

[...

• ••].[.]•


13’

[...

... ] ... seine Vorderseite [.].


14’

[...

... ] ... sein Gutes [.].


Bemerkungen:

1 ’ Der Strich nach der ersten Zeile fehlt in der Autographie Erich Ebelings in KAR 435.

6’-9’ Unklar bleibt das Bezugswort des Textes. In diesen Zeilen sind davon noch der Rest eines Zeichens, das nicht sicher iden-

tifiziert werden kann, sowie das Zeichen ZAG erhalten. Die gegensätzlichen Verben kapäsu - naparqudu erscheinen nur
im Zusammenhang von Beschreibungen einiger weniger Knochen-, Leber- und Lungenteile wie dem kaskasu
„Schwertfortsatz des Brustbeins“, dem nasraptu „Färbbottich“, dem ubänu „Finger“ der Leber sowie der Lunge, siehe dazu
VAT 9934 (Nr. 1) i 18-19. In CAD N/I 282b wurde vermutet, daß im vorliegenden Text wie in VAT 8710 (Nr. 60,
KAR 422) Omina der Lunge (hasü) vorliegen, doch läßt sich dies nicht mit dem erhaltenen ZAG in Einklang bringen. Hier
wurde daher angenommen, daß Omina vom kaskasu vorliegen und statt des Logogramms GAG.ZAG.GA eine verkürzte
Schreibung erscheint. Dies muß aber unsicher bleiben.

6’-7’ Sollten hier tatsächlich kaskasu-Omina vorliegen, dürften diese beiden Omina eine Parallele in VAT 13797 (Nr. 4) iv 5’-
6’ haben.

Omina anhand der Darmwindungen (tiranu)
(Texte Nr. 8-12)

8) VAT 9512 (Kopie: S. 384) „Vorläufer“ zu summa tiranu 8. Tafel

Fundnummer: Ass 19169 a; Fundort: gC5II, Nordwest; in Schuttloch 0,8 m unter der Lehmziegelterrasse; Archivzugehörig-
keit: -

Obere linke Ecke einer in babylonischer Schrift beschriebenen Tafel. Der Text ist recht gut zu lesen, nur ein tiefer Kratzer und
ein leichter Abrieb im unteren Bereich der Vorderseite haben einige Zeichen zerstört; 58 x 55 x m26 mm.

Datierung: mittelbabylonisch
Ältere Kopie, Bearbeitung: -

Parallelen: Vs. 1-18 // K 4045 a + K 6420 + K 8500 + Sm 798 + 81-7-27, 132 + DT 196 (unp.) Vs. 1-18

Vs. 1-14 // K 3733 + K 8802 (unp.) Vs. 1-12

Transliteration:

Vs. 1 BEIGI SÄ.NIGIN KI.TA im-mi-is [ ]

2 BEIGI SÄ.NIGIN AN.TA im-mi-is [ ]

3 BE ZAG SÄ.NIGIN ip-pär-qid-ma GÜB IGI [ ]

4 BE GÜB SÄ.NIGIN ip-pär-qid-ma ZAG IGI [ ]

5 BE ZAG SÄ.NIGIN a-na EGIR SÄ.NIGIN im-mi-is [ ]

6 BE GÜB SÄ.NIGIN a-na EGIR SÄ.NIGIN im-mi-is [ ]

7 BE ZAG SÄ.NIGIN BAL-ma E.GAL SÄ.NIGIN KUR-ud x [ ]

8 BE GÜB SÄ.NIGIN BAL-ma E.GAL SÄ.NIGIN KUR-ud x [ ]
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