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Cucuel, Ernst [Oth.]; Eckert, Hermann [Oth.]; Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste [Contr.]; Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Contr.]; Österreichische Akademie der Wissenschaften [Contr.]
Die Deutschen Inschriften (Band 1 : Heidelberger Reihe ; Band 1): Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes: Wertheim-Tauberbischofsheim — Stuttgart: Druckenmueller, 1969

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https://doi.org/10.11588/diglit.53141#0082
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IX. GRAB- UND GEDÄCHTNISINSCHRIFTEN

102

Bronnbach

1288

Grabplatte im Kreuzgang an der Ostwand; r. S. 128x91, Schrift 8 cm. Die ziemlich abgetretene
Platte trägt außer der Umschrift keinerlei Schmuck. Die Buchstaben sind zum größten Teil mit
senkrechten Rändern und ebenem Boden gehauen. Schriftbeginn rechts oben.


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Das Totenbuch bietet unter dem gleichen Monatstag den Vermerk: ,,1298 obiit Othilia Relicta
Wolframi“ (Witwe des Wolfram). Nach Gropp war sie die „relicta Wolframi Comitis de Wert-
heim“. Einen Wertheimer Grafen dieses Namens hat es aber in jener Zeit nicht gegeben. Dagegen
wird eine Ottilia, Witwe des Wolfram von Cuntiche aus Wertheim, als Verkäuferin an das Kloster
im Jahre 1298 genannt1. Auf der Grabplatte steht freilich eindeutig 1288, wie auch Beissel ge-
lesen hat.
Gropp IS. 762 — Kühles S. 97 - Beissel S. 79 — Sklarek S. 60 — Kdm. IV,1 S. 65 - 1 Aschbach I S. 104 Anm. 26b
und Müller S. 68.

103

Bronnbach

1290

Grabplatte im Kreuzgang an der Nordwand. Br. Z. 3; r. S. 181 X78, Sehr. 5,5—6 cm. Bei der Ver-
setzung an die heutige Stelle wurde die Platte auf den Kopf gestellt; die Abbildung zeigt sie in


richtiger Lage. Die ergänzten Teile sind eingezeichnet. In den Feldern
zwischen der Umschrift und den Vierpässen zwei Rosen (siehe auch
Nr. 104 u. 113), eine Lilie und ein Zweig mit vier Blättern.
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-VS PILI’ | GOTFRIDI • DGR --R--V-C«
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GT LVX P6RP6TVH LV GEHT 61 • HOI[6R]

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bürget Bürger mar. Ser iBcrftorbcnc ruhe in ^rieben unb baS ewige Siebt leuchte ifm.
Simen.
Im Totenbuch ist als Name Conradus Derren (Derten) filius Gott-
fridi angegeben. Setzt man ihn in die Inschrift ein, so bleiben einige
Buchstaben auf der Grabplatte ungedeutet übrig. Danach könnte
hinter ihm noch eine Berufsbezeichnung gestanden haben, oder
aber der Name lautete ganz anders, vielleicht „de R.bürg“
(Ranneburg1?). - Schenkungen von Würzburger Bürgern an das
Kloster sind 1242 und 1278 bezeugt, die letztere mit der ausdrück-
lichen Bedingung, daß der Stifter sein Begräbnis im Kloster erhalte2.
Kühles S. 111 — Beissel S. 80 — Sklarek S. 60 — Kdm. IV, 1 S. 62 - ttXj'de-
mann S. 322 (Rannenberg) und 481 — 2Müller S. 43 und S. 66.

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