Bandini, Ditte [Editor]; Fussman, Gérard [Editor]
Die Felsbildstation Hodar — Materialien zur Archäologie der Nordgebiete Pakistans, Band 3: Mainz, 1999

Page: 135
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TECHNISCHE ERLÄUTERUNGEN ZUM KATALOG

Da die Maße vor Ort genommen, die Zeichnungen jedoch grundsätzlich nach Photographien angefertigt
wurden, sind Abweichungen in den Proportionen möglich.
Richtungsangaben (rechts, links) beziehen sich, außer bei Lebewesen, auf den Betrachter.
Wo im Katalog in einer der Rubriken keine Angaben gemacht wurden, war dies aus verschiedenen Grün-
den nicht möglich oder nötig (z.B. Maße: -).
In Abweichung zu den bereits erschienenen Bänden dieser Reihe besteht im vorliegenden Band der
‘Kopf jeder Gravur grundsätzlich nur noch aus vier Informationen. Die Rubrik “Technik”, die die Me-
thode der Herstellung des jeweiligen Felsbildes beschrieb, entfiel, weil in der gesamten Station vermutlich
keine Ritzung eingemeißelt, sondern alle (mit einem Stein?) eingepickt wurden. Die Rubrik “Darstel-
lungsmittel” diente der Differenzierung zwischen Strich und Konturzeichnung. Die große Menge von
Mischformen, die sich weder der einen noch der anderen Kategorie eindeutig zuordnen lassen, legte na-
he, auf diese Rubrik zu verzichten und entsprechende Angaben in der Beschreibung des jeweiligen Ob-
jektes vorzunehmen.
Bei den Maßen wird zuerst die Breite, danach die Höhe angegeben.
Als Richtung wird die Himmelsrichtung angegeben, in welche die Fläche des Felsens weist, auf der die
jeweilige Zeichnung oder Inschrift angebracht ist. Hierbei bedeuten neben den üblichen Abkürzun-
gen (N = Norden, S = Süden, 0 = Osten und W = Westen) OS = Oberseite und US = Unterseite.
Der Winkel gibt die vertikale Neigung der Felsoberfläche an, wobei 90° die Senkrechte bezeichnet und
Überhänge in Minusgraden angegeben werden (z.B. -15°).
Die Repatinienmg wird mit den Begriffen “leicht”, “mittel”, “stark” und Kombinationen daraus beschrie-
ben. Diese Einschätzung bezieht sich jedoch nicht auf den jeweiligen Stein, sondern die Gesamtheit
aller bekannten Felsbilder am Oberen Indus. Als “stark” patiniert wird dabei im allgemeinen eine
Gravur bezeichnet, die sich vom umgebenden Fels nicht oder kaum noch durch ihre Farbe abhebt.
Da die Repatinierung je nach Exposition der Zeichnung (Richtung, Winkel) unterschiedlich schnell
erfolgt, handelt es sich hierbei natürlich um eine relative Angabe. Mehrere Gravuren, die verschie-
den stark patiniert sind, können also in der Regel nur dann in einen chronologischen Bezug zuein-
ander gesetzt werden, wenn sie auf derselben Fläche des Felsens angebracht sind. In solchen Fällen
ist diese Angabe jedoch oft hilfreich bei der Datierung.
Die Rubrik Veröffentlichung wurde nur dann hinzugefügt, wenn die entsprechende Gravur bereits an an-
derer Stelle publiziert ist.
Bedeutung einiger in den Beschreibungen verwendeter Begriffe:
anda\ der in der Regel kuppelförmige Bestandteil eines Stüpas
chatträ(vali): die den Stüpa bekrönenden Ehrenschirme
harmikä: Aufbau zwischen dem anda und der chatträvall eines Stüpas
Profildarstellung: Wiedergabe eines Tieres im ‘Längsschnitt’, das heißt, es sind z.B. nur ein Horn,
ein Ohr, ein Vorder- und ein Hinterbein dargestellt (z.B. 18:4, Tafel 28).
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