172 | VERANSTALTUNGEN
Heinrich Carl Brandt
nach
Johann Heinrich Tischbein,
Carl Theodor mit Traversflöte,
um 1770.
Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim
Ähnliche Fragestellungen hatte bereits Hans-Peter Reinecke in seinem Aufsatz
„Mutmaßungen über das Flötenspiel Friedrichs des Grossen“ erörtert:
Warum zum Beispiel spielte Friedrich die Traversflöte? Warum bevorzugte er sie und
spielte mit deutlich weniger Liebe das „Clavier“? Warum wandte er sich nicht dem
Violin- oder dem Lautenspiel zu? Antworten auf solche Fragen erscheinen auf den
ersten Blick eigentlich nebensächlich; sie sind mithin innerhalb des traditionellen musik-
wissenschaftlichen Diskurses kaum von Belang. Doch bei näherem Hinsehen zeigen sich
auch in solchen Nebensachen Untertöne, die vielleicht ein anderes Licht auf die Welt des
sogenannten „Musicalischen“ werfen, um das oft hart gerechtet wird.3
Gleich zweimal ließ sich der pfälzische Kurfürst mit der Flöte porträtieren. Das erste,
jüngere Porträt zeigt Carl Theodor im roten Uniformrock beim Flötenspiel. Dieses
Bild existiert in zwei Ausführungen in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
Hans-Peter Reinecke, „Mutmaßungen über das Flötenspiel Friedrichs des Großen. Em Aspekt
Preußischer Kulturgeschichte“, in: Hermann Danuser (Hg.), Das musikalische Kunstwerk. Festschrift
Carl Dahlhaus zum 60. Geburtstag, Laaber 1988, S. 395—401, hier: S. 397.
Heinrich Carl Brandt
nach
Johann Heinrich Tischbein,
Carl Theodor mit Traversflöte,
um 1770.
Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim
Ähnliche Fragestellungen hatte bereits Hans-Peter Reinecke in seinem Aufsatz
„Mutmaßungen über das Flötenspiel Friedrichs des Grossen“ erörtert:
Warum zum Beispiel spielte Friedrich die Traversflöte? Warum bevorzugte er sie und
spielte mit deutlich weniger Liebe das „Clavier“? Warum wandte er sich nicht dem
Violin- oder dem Lautenspiel zu? Antworten auf solche Fragen erscheinen auf den
ersten Blick eigentlich nebensächlich; sie sind mithin innerhalb des traditionellen musik-
wissenschaftlichen Diskurses kaum von Belang. Doch bei näherem Hinsehen zeigen sich
auch in solchen Nebensachen Untertöne, die vielleicht ein anderes Licht auf die Welt des
sogenannten „Musicalischen“ werfen, um das oft hart gerechtet wird.3
Gleich zweimal ließ sich der pfälzische Kurfürst mit der Flöte porträtieren. Das erste,
jüngere Porträt zeigt Carl Theodor im roten Uniformrock beim Flötenspiel. Dieses
Bild existiert in zwei Ausführungen in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
Hans-Peter Reinecke, „Mutmaßungen über das Flötenspiel Friedrichs des Großen. Em Aspekt
Preußischer Kulturgeschichte“, in: Hermann Danuser (Hg.), Das musikalische Kunstwerk. Festschrift
Carl Dahlhaus zum 60. Geburtstag, Laaber 1988, S. 395—401, hier: S. 397.