Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Hrsg.]
Jahrbuch ... / Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Jahrbuch 2013
— 2014
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https://doi.org/10.11588/diglit.55655#0178
DOI Kapitel:
I. Das akademische Jahr 2013
DOI Kapitel:Wissenschaftliche Sitzungen
DOI Kapitel:Nachrufe
DOI Artikel:Kleusberg, Alfred: Philipp Hartl (14.12.1928 – 7.12.2013)
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- Schmutztitel
- Titelblatt
- 5 Zum Geleit
- 7-11 Inhaltsübersicht
- 12-13 Vorstand und Verwaltung der Akademie
- 40-202 I. Das akademische Jahr 2013
-
60-132
Wissenschaftliche Sitzungen
-
60-63
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 25. Januar 2013
-
63-66
Sitzung der Math.-nat. Klasse am 25. Januar 2013
-
66-75
Gesamtsitzung am 26. Januar 2013
-
75-89
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 26.April 2013
- 89-90 Sitzung der Math.-nat. Klasse am 26.April 2013
- 90-92 Gesamtsitzung am 27.April 2013
-
92-95
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 19. Juli 2013
-
95-98
Sitzung der Math.-nat. Klasse am 19. Juli 2013
-
98-101
Gesamtsitzung am 20. Juli 2013
-
101-104
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 25. Oktober 2013
-
104-107
Sitzung der Math.-nat. Klasse am 25. Oktober 2013
-
107-116
Gesamtsitzung am 26. Oktober 2013
- 116-132 Öffentliche Gesamtsitzung an der Universität Ulm am 14. Dezember 2013
- 133-162 Veranstaltungen
-
163-190
Antrittsreden
-
191-202
Nachrufe
-
60-63
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 25. Januar 2013
-
203-281
II. Die Forschungsvorhaben
- 203-206 Verzeichnis der Forschungsvorhaben und der Arbeitsstellenleiter
-
207-281
Tätigkeitsberichte
- 207-209 1. Goethe-Wörterbuch (Tübingen)
- 210-215 2. The Role of Culture in Early Expansions of Humans (Frankfurt/Tübingen)
- 216-219 3. Historische und rezente Hochwasserkonflikte an Rhein, Elbe und Donau im Spannungsfeld von Naturwissenschaft, Technik und Sozialökologie (Stuttgart)
- 220-222 4. Deutsche Inschriften des Mittelalters
- 223-227 5. Deutsches Rechtswörterbuch
- 228-229 6. Altfranzösisches etymologisches Wörterbuch/DEAF
- 230-233 7. Wörterbuch der altgaskognischen Urkundensprache/DAG
- 234-236 8. Melanchthon-Briefwechsel
- 237-238 9. Martin Bucers Deutsche Schriften
- 239-240 10. Evangelische Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts
- 241-244 11. Europa Humanistica
- 245-248 12. Epigraphische Datenbank römischer Inschriften
- 249-252 13. Edition literarischer Keilschrifttexte aus Assur
- 253-256 14. Buddhistische Steininschriften in Nord-China
- 257-260 15. Geschichte der südwestdeutschen Hofmusik im 18. Jahrhundert
- 261-263 16. Nietzsche-Kommentar (Freiburg)
- 264-266 17. Klöster im Hochmittelalter: Innovationslabore europäischer Lebensentwürfe und Ordnungsmodelle (Heidelberg/Dresden)
- 267-271 18. Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens (Tübingen)
- 272-275 19. Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie (Freiburg)
- 276-278 20. Kommentierung und Gesamtedition der Werke von Karl Jaspers sowie Edition der Briefe und des Nachlasses in Auswahl
- 279-281 21. Historisch-philologischer Kommentar zur Chronik des Johannes Malalas
- 282-333 III. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
-
334-335
IV. Internationale wissenschaftliche Kooperation
- 336-337 Verein zur Förderung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
- 338-350 Anhang
Philipp Hartl
201
PHILIPP HARTL
(14.12. 1928-7.12.2013)
Philipp Hartl wurde in Viechtach im Bayerischen Wald geboren und verbrachte seine
Kindheit und Jugend in Niederbayern. Als er 1 1 Jahre alt war, wurde sein Vater, ein
Polizeibeamter, im Dienst erschossen. Fortan lebte er mit seiner Mutter und seinen
drei Geschwistern in bescheidenen Verhältnissen. Er besuchte die damalige Oberre-
alschule in Deggendorf und schloss im Jahr 1 948 mit dem Abitur die Schulausbil-
dung ab.
Gleich danach konnte er das Studium der Nachrichtentechnik an der Techni-
schen Hochschule München aufnehmen; parallel dazu besuchte er Vorlesungen der
Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität. Nach dem Abschluss als Diplom-
ingenieur verbrachte er zweieinhalb Jahre im Zentrallabor von Siemens und wech-
selte dann 1955 zum damaligen Flugforschungsinstitut Oberpfaffenhofen (FFO),
einer Vorgängerinstitution des heutigen Deutschen Zentrums für Luft- und Raum-
fahrt (DLR).
Es war die Zeit der Einführung der integrierten Halbleitertechnik, der Com-
putertechnik, und die Zeit der Anfänge der Raumfahrt. Philipp Hartl führte am
FFO Forschungsarbeiten zu Methoden der Radartechnik, der Funksprechtechnik
und der Hyperbelnavigation durch. Seine Arbeiten zum Thema Systemanalyse für
Funkortungssysteme fasste er in einer Dissertation zusammen, die er bei Professor
Ramsayer am Institut für Flugnavigation der Technischen Hochschule Stuttgart ein-
reichte; im Jahr 1961 wurde er in Stuttgart zum Dr.-Ing. promoviert.
Bei anschließenden Forschungsaufenthalten am California Institute of Tech-
nology und am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, California arbeitete Philipp
Hartl an ganz neuen Methoden für die Datencodierung und Datenübertragung für
Telemetriesysteme, die später für die Mond- und Planetenmissionen der NASA
genutzt wurden.
201
PHILIPP HARTL
(14.12. 1928-7.12.2013)
Philipp Hartl wurde in Viechtach im Bayerischen Wald geboren und verbrachte seine
Kindheit und Jugend in Niederbayern. Als er 1 1 Jahre alt war, wurde sein Vater, ein
Polizeibeamter, im Dienst erschossen. Fortan lebte er mit seiner Mutter und seinen
drei Geschwistern in bescheidenen Verhältnissen. Er besuchte die damalige Oberre-
alschule in Deggendorf und schloss im Jahr 1 948 mit dem Abitur die Schulausbil-
dung ab.
Gleich danach konnte er das Studium der Nachrichtentechnik an der Techni-
schen Hochschule München aufnehmen; parallel dazu besuchte er Vorlesungen der
Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität. Nach dem Abschluss als Diplom-
ingenieur verbrachte er zweieinhalb Jahre im Zentrallabor von Siemens und wech-
selte dann 1955 zum damaligen Flugforschungsinstitut Oberpfaffenhofen (FFO),
einer Vorgängerinstitution des heutigen Deutschen Zentrums für Luft- und Raum-
fahrt (DLR).
Es war die Zeit der Einführung der integrierten Halbleitertechnik, der Com-
putertechnik, und die Zeit der Anfänge der Raumfahrt. Philipp Hartl führte am
FFO Forschungsarbeiten zu Methoden der Radartechnik, der Funksprechtechnik
und der Hyperbelnavigation durch. Seine Arbeiten zum Thema Systemanalyse für
Funkortungssysteme fasste er in einer Dissertation zusammen, die er bei Professor
Ramsayer am Institut für Flugnavigation der Technischen Hochschule Stuttgart ein-
reichte; im Jahr 1961 wurde er in Stuttgart zum Dr.-Ing. promoviert.
Bei anschließenden Forschungsaufenthalten am California Institute of Tech-
nology und am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, California arbeitete Philipp
Hartl an ganz neuen Methoden für die Datencodierung und Datenübertragung für
Telemetriesysteme, die später für die Mond- und Planetenmissionen der NASA
genutzt wurden.