Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Hrsg.]
Jahrbuch ... / Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Jahrbuch 2000
— 2001
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https://doi.org/10.11588/diglit.66349#0104
DOI Kapitel:
I. Das Geschäftsjahr 2000
DOI Kapitel:Gesamtsitzung am 9. Dezember 2000
DOI Artikel:Althaus, Egon: Sicherung und Erhaltung historischer Bauwerke: Denkmalpfelgerische Grundsätze und materielle Möglichkeiten
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- Schmutztitel
- Titelblatt
- 5-8 Inhaltsübersicht
- 9 Vorstand und Verwaltung der Akademie
- 10-24 Verzeichnis der Mitglieder
- 25 Tabula mortuorum
- 26 Vertreter der Akademie in wissenschaftlichen Institutionen
- 26 Verein zur Förderung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften e.V.
-
27-130
I. Das Geschäftsjahr 2000
- 27 Sitzung der Math.-nat. Klasse am 29. Januar 2000
-
28-29
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 18. Februar 2000
- 29 Geschäftssitzung der Math.-nat. Klasse am 19. Februar 2000
-
30-40
Gesamtsitzung am 19. Februar 2000
- 40-65 Jahresfeier in der Alten Aula der Universität am 20. Mai 2000
-
65-68
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 27. Mai 2000
- 67-68 Sitzung der Math.-nat. Klasse am 3. Juni 2000
-
68-69
Gesamtsitzung am 17. Juni 2000
-
70-73
Sitzung der Math.-nat. Klasse am 8. Juli 2000
-
73-75
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 21. Juli 2000
-
75-84
Gesamtsitzung am 22. Juli 2000
- 85-99 Öffentliche Gesamtsitzung in Tübingen am 14. Oktober 2000
- 99-100 Sitzung der Math.-nat. Klasse am 11. November 2000
-
101-102
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 25. November 2000
- 102 Geschäftssitzung der Math.-nat. Klasse am 9. Dezember 2000
-
102-115
Gesamtsitzung am 9. Dezember 2000
- 116-130 Nachrufe
-
131-209
II. Die Forschungsvorhaben
- 131-133 Verzeichnis der Forschungsvorhaben und der Arbeitsstellenleiter
-
134-209
Berichte über die Tätigkeit der Forschungsvorhaben
- 134 Patristische Kommission der Akademien der Wissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland
-
135-209
Die Forschungsvorhaben der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
- 135-136 Gesamtakademie
-
136-173
Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse
- 136-146 2. Archäometrie
- 146-158 3. Radiometrische Altersbestimmung von Wasser und Sedimenten
- 158-160 4. Weltkarte der tektonischen Spannungen (Karlsruhe)
- 161-166 5. Anwendung der In-situ-Infrarotspektroskopie zur Minderung von Schadstoffemissionen
- 166-169 6. Mathematische Logik (Kaiserslautern)
- 169-171 7. Mathematische Kommission. Zentralblatt MATH
- 171-172 8. Hantaviren
- 172-173 9. Kommission für Geochronologie
-
174-207
Philosophisch-historische Klasse
- 174-175 10. Deutsches Rechtswörterbuch
- 175-176 11. Deutsche Inschriften des Mittelalters
- 176-178 12. Epigraphische Datenbank
- 178-180 13. Papyrus-Edition
- 180-181 14. Année Philologique
- 181-182 15. Internationale Kommission für die Erforschung der Vorgeschichte des Balkans
- 182 16. Heidelberger Antikensammlung
- 183 17. Lexikon der antiken Kulte und Riten (Heidelberg/Würzburg)
- 184-187 18. Felsbilder und Inschriften am Karakorum Highway
- 188 19. Altfranzösisches etymologisches Wörterbuch/DEAF
- 188-189 20. Altgaskognisches und Altokzitanisches Wörterbuch/DAG/DAO
- 190-191 21. Spanisches Wörterbuch des Mittelalters/DEM
- 192-193 22. Vetus Latina (Beuron)
- 193-196 23. Cusanus-Edition
- 197-199 24. Melanchthon-Forschungsstelle
- 199-201 25. Martin Bucers Deutsche Schriften
- 201-202 26. Edition des Reuchlin-Briefwechsels (Pforzheim)
- 203 27. Luther-Register (Tübingen)
- 204 28. Geschichte der Universität Heidelberg
- 204-205 29. Geschichte der Cappella Sistina
- 205-207 30. Geschichte der Mannheimer Hofkapelle im 18. Jahrhundert
- 208-209 Von der Heidelberger Akademie wissenschaftlich betreute, aber anderweitig finanzierte Vorhaben
- 210 III. Gesamthaushalt 2000 der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
- 211-214 Publikationen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vom 1.1.2000 bis zum 30.6.2001
- 215-220 Personenregister
- Maßstab/Farbkeil
9. Dezember 2000
115
flektiert an das Problem herangegangen war. Systematische Untersuchungen zeigten,
dass Oberflächenbeschichtungen nicht nur nicht helfen, sondern im Gegenteil zu
Schäden führen, die ohne sie gar nicht aufgetreten wären. Weder wird das Eindringen
von Schadstoffen in die Bausubstanz verhindert noch deren Einwirkung unterdrückt,
sondern eher noch befördert.
Wegen der unbefriedigenden Eindringtiefe von Klebstoffen („Steinfestiger“)
kommt es zum Lösen von Platten und Schuppen, welche die originalen, historischen
Oberflächen vom Bauwerk abfallen lassen. Vom Gebrauch solcher Substanzen sollte
man daher absehen.
Ähnliches gilt für Anstriche: Dispersionsfarben wirken auf historischen Fassaden
mit alten Putz-Untergründen nicht nur deplaciert, sondern sie haben auch überaus
schädliche Einflüsse bis hin zur Zerstörung der historischen Außenhaut. Stattdessen
sollten auch hier Materialien auf Kalkbasis, die den klassischen Kalkfarben nahe kom-
men, angewandt werden.
Die sehr zu begrüßenden denkmalpflegerischen Grundsätze kann man heute sehr
wohl in denkmalpflegerische Maßnahmen umsetzen, wenn man die richtigen, das
heißt denkmal-schonenden und behutsamen Methoden anwendet. Dazu gehört auch
die Verwendung verträglicher Materialien. Die materiellen Möglichkeiten sind heute
weitgehend vorhanden. Da aber jedes historische Monument eine Individualität
besitzt, ist es geboten, Material und Methodik hierauf zuzuschneiden. Das aber setzt
neben baugeschichtlichen und kunsthistorischen Voruntersuchungen auch eine
Lösung der Materialprobleme mit natur-wissenschaftlichen, vorzugsweise mineralogi-
schen Methoden voraus.
- Der Vortrag ist in den Schriften der Math.-nat. Klasse Nr. 11 (2001) erschienen.
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flektiert an das Problem herangegangen war. Systematische Untersuchungen zeigten,
dass Oberflächenbeschichtungen nicht nur nicht helfen, sondern im Gegenteil zu
Schäden führen, die ohne sie gar nicht aufgetreten wären. Weder wird das Eindringen
von Schadstoffen in die Bausubstanz verhindert noch deren Einwirkung unterdrückt,
sondern eher noch befördert.
Wegen der unbefriedigenden Eindringtiefe von Klebstoffen („Steinfestiger“)
kommt es zum Lösen von Platten und Schuppen, welche die originalen, historischen
Oberflächen vom Bauwerk abfallen lassen. Vom Gebrauch solcher Substanzen sollte
man daher absehen.
Ähnliches gilt für Anstriche: Dispersionsfarben wirken auf historischen Fassaden
mit alten Putz-Untergründen nicht nur deplaciert, sondern sie haben auch überaus
schädliche Einflüsse bis hin zur Zerstörung der historischen Außenhaut. Stattdessen
sollten auch hier Materialien auf Kalkbasis, die den klassischen Kalkfarben nahe kom-
men, angewandt werden.
Die sehr zu begrüßenden denkmalpflegerischen Grundsätze kann man heute sehr
wohl in denkmalpflegerische Maßnahmen umsetzen, wenn man die richtigen, das
heißt denkmal-schonenden und behutsamen Methoden anwendet. Dazu gehört auch
die Verwendung verträglicher Materialien. Die materiellen Möglichkeiten sind heute
weitgehend vorhanden. Da aber jedes historische Monument eine Individualität
besitzt, ist es geboten, Material und Methodik hierauf zuzuschneiden. Das aber setzt
neben baugeschichtlichen und kunsthistorischen Voruntersuchungen auch eine
Lösung der Materialprobleme mit natur-wissenschaftlichen, vorzugsweise mineralogi-
schen Methoden voraus.
- Der Vortrag ist in den Schriften der Math.-nat. Klasse Nr. 11 (2001) erschienen.