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Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Hrsg.]
Jahrbuch ... / Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Jahrbuch 2019 — 2020

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B. Die Mitglieder
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II. Nachrufe
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Hölscher, Tonio: Erika Simon (27.6.1927-15.2.2019)
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B. Die Mitglieder

II. Nachrufe


Erika Simon
(27.6.1927- 15.2.2019)

Erika Simon, geboren am 27. Juni 1927, Professorin für Klassische Archäologie
an der Universität Würzburg, seit 1978 korrespondierendes Mitglied der Heidel-
berger Akademie, ist am 15. Februar 2019 gestorben.1 Als Tochter eines Garten-
bauarchitekten wuchs sie in einer musischen Atmosphäre auf; schon als Schülerin
war sie malend, musizierend und dichtend aktiv. Die letzten Jahre der Schulzeit,
vor und nach dem Ende des 2. Weltkriegs, erlebte sie als Phase des Chaos, der
Bedrohung und Befreiung. Das Studium der Klassischen Archäologie, Klassischen
Philologie und Germanistik in München und Heidelberg von 1947 bis 1952 emp-
fand sie dann als Neubeginn einer kulturellen Lebensordnung. Nach dem Staats-
examen für das Lehramt an Schulen 1952 und der Promotion im selben Jahr in
Heidelberg bei Reinhard Herbig erhielt sie das Reisestipendium des Deutschen
Archäologischen Instituts. Seit 1953 war sie Assistentin bei Roland Hampe an der
Universität Mainz, wo sie 1957 die Habilitation erwarb. Im Jahr 1957 wechselte
sie, zusammen mit Hampe, als außerplanmäßige Professorin an die Universität
Heidelberg. Von 1964 bis 1994 war sie ordentliche Professorin und zugleich Di-
rektorin des Martin-von-Wagner-Museums an der Universität Würzburg.
Als Erika Simon in den 1950er Jahren in die Klassische Archäologie eintrat,
war sie für die Zunft eine unerwartet neue Stimme, die von manchen als erfri-

1 Die im Folgenden zitierten Schriften von Erika Simon sind in ihrer Bibliographie, nach Jah-
ren geordnet, zu finden: E. Simon, Ausgewählte Schriften, Band I —IV (Mainz 1998 — 2012):
Band I, 255-263; Band III, 182-184; Band W 220-221.

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