Heidelberger Akademie der Wissenschaften [Hrsg.]
Jahrbuch ... / Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Jahrbuch 2011
— 2012
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https://doi.org/10.11588/diglit.55657#0292
DOI Kapitel:
III. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
DOI Kapitel:A. Die Preisträger
DOI Kapitel:Sigrid- und Viktor-Dulger-Preis 2011
DOI Kapitel:Jennifer Niessner: „The Role of Interfacial Areas in Two-Phase Flow in Porous Media-bridging scales and coupling models“
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- Schmutztitel
- Titelblatt
- 5-9 Inhaltsübersicht
- 10 Vorstand und Verwaltung der Akademie
- 11 Personalrat der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
- 11 Verein zur Förderung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
- 11 Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
- 11 Vertreter der Akademie in wissenschaftlichen Institutionen
- 12-31 Verzeichnis der Mitglieder
- 32 Tabula mortuorum
-
33-231
I. Das Geschäftsjahr 2011
- 33-66 Jahresfeier am 28. Mai 2011
-
67-134
Wissenschaftliche Sitzungen
-
67-70
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 21. Januar 2011
- 70-71 Sitzung der Math.-nat. Klasse am 21. Januar 2011
-
71-74
Gesamtsitzung am 22. Januar 2011
-
74-77
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 15. April 2011
-
78-84
Sitzung der Math.-nat. Klasse am 15. April 2011
- 84-85 Gesamtsitzung am 16. April 2011
-
86-95
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 15. Juli 2011
-
96-98
Sitzung der Math.-nat. Klasse am 15. Juli 2011
-
98-115
Gesamtsitzung am 16. Juli 2011
-
116-118
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 28. Oktober 2011
-
119-122
Sitzung der Math.-nat. Klasse am 28. Oktober 2011
-
122-126
Gesamtsitzung am 29. Oktober 2011
-
126-128
Öffentliche Gesamtsitzung in Konstanz am 10. Dezember 2011
-
67-70
Sitzung der Phil.-hist. Klasse am 21. Januar 2011
-
135-156
Veranstaltungen
-
157-202
Antrittsreden
-
203-231
Nachrufe
-
232-304
II. Die Forschungsvorhaben
- 232-235 Verzeichnis der Forschungsvorhaben und der Arbeitsstellenleiter
-
236-304
Tätigkeitsberichte
- 236-238 1. Goethe-Wörterbuch (Tübingen)
- 238-246 2. The Role of Culture in Early Expansions of Humans
- 246-249 3. Deutsche Inschriften des Mittelalters
- 249-255 4. Deutsches Rechtswörterbuch
- 255-257 5. Altfranzösisches etymologisches Wörterbuch/DEAF
- 257-259 6. Wörterbuch der altgaskognischen Urkundensprache/DAG
- 260-262 7. Melanchthon-Briefwechsel
- 263-265 8. Martin Bucers Deutsche Schriften
- 266-267 9. Evangelische Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts
- 267-269 10. Europa Humanistica
- 270-272 11. Epigraphische Datenbank römischer Inschriften
- 273-278 12. Edition literarischer Keilschrifttexte aus Assur
- 278-280 13. Buddhistische Steininschriften in Nord-China
- 281-282 14. Année Philologique
- 282-288 15. Felsbilder und Inschriften am Karakorum-Highway
- 288-292 16. Geschichte der südwestdeutschen Hofmusik im 18. Jahrhundert
- 292-295 17. Nietzsche-Kommentar (Freiburg)
- 295-297 18. Klöster im Hochmittelalter: Innovationslabore europäischer Lebensentwürfe und Ordnungsmodelle (Heidelberg/Eichstätt)
- 298-302 19. Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens (Tübingen)
- 302-304 20. Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie (Freiburg)
-
305-365
III. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
- 305-315 A. Die Preisträger
- 316-362 B. Das WIN-Kolleg
-
363-365
C. Akademiekonferenzen für junge Wissenschaftler
- 366-378 Anhang
Die Preisträger
311
SIGRID- UND VIKTOR-DULGER-PREIS
JENNIFER NIESSNER
(geb. 1979) schloss 2003 ihr Studium im Be-
reich Umweltschutztechnik und Water Resources
Engineering and Management an der Univer-
sität Stuttgart ab. 2006 wurde sie ebenda zur
Dr.-Ing. promoviert. Für ihre Doktorarbeit
wurde ihr der „Preis der Freunde der Universität
Stuttgart“ verliehen. Ihre hier ausgezeichnete
Habilitation schloss Jennifer Niessner im Jahr 2010 ab. Studium, Promotion und Habilitation
wurden von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der DFG und der Robert-Bosch-
Stiftung gefördert. 2011 erhielt sie den Internationalen Wissenschaftspreis der Society for
Industrial and Applied Mathematics. Seit 2011 ist sie in der Zentralen Forschungsabteilung
der Robert Bosch GmbH in Gerlingen beschäftigt.
„The role of interfacial area in two-phase flow in porous media - bridging scales and
coupling models“
Meine Habilitation beschäftigt sich mit einer thermodynamisch konsistenten
Modellierung und Simulation von Zweiphasenströmung in porösen Medien, die für
das Verständnis, die Vorhersage und Optimierung der Prozesse in vielen umweltbe-
zogenen, technischen und biologischen Systemen extrem wichtig sind. Hierzu
gehören die CO2-Speicherung im Untergrund, die Methanmigration aus stillgeleg-
ten Kohlebergwerken, die Migration radioaktiver Gase aus nuklearen Endlagern
(umwelttechnische Systeme), die Vorgänge in Brennstoffzellen und Wärmetauschern,
aber auch die Zubereitung eines Kaffees (technische Systeme) sowie die für die
Krebstherapie wichtige Interaktion zwischen Blutgefäßen und Interstitium (biologi-
sche Systeme). Kurz und gut, es geht um die Modellierung und Simulation eines
breiten Spektrums von Anwendungen, deren Gemeinsamkeit ist, dass ein oder meh-
rere Flüssigkeiten und/oder Gase durch eine poröse Feststoffstruktur strömen.
Das klassische Modell zur Beschreibung dieser Prozesse, welches heute welt-
weit an Universitäten und in der Industrie verwendet wird, basiert auf einem Ansatz,
der sich historisch durch — teilweise empirische — Erweiterungen einfacherer Ansätze
entwickelt hat. So ist die Grundlage aller heute verwendeten Simulationsprogramme
311
SIGRID- UND VIKTOR-DULGER-PREIS
JENNIFER NIESSNER
(geb. 1979) schloss 2003 ihr Studium im Be-
reich Umweltschutztechnik und Water Resources
Engineering and Management an der Univer-
sität Stuttgart ab. 2006 wurde sie ebenda zur
Dr.-Ing. promoviert. Für ihre Doktorarbeit
wurde ihr der „Preis der Freunde der Universität
Stuttgart“ verliehen. Ihre hier ausgezeichnete
Habilitation schloss Jennifer Niessner im Jahr 2010 ab. Studium, Promotion und Habilitation
wurden von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der DFG und der Robert-Bosch-
Stiftung gefördert. 2011 erhielt sie den Internationalen Wissenschaftspreis der Society for
Industrial and Applied Mathematics. Seit 2011 ist sie in der Zentralen Forschungsabteilung
der Robert Bosch GmbH in Gerlingen beschäftigt.
„The role of interfacial area in two-phase flow in porous media - bridging scales and
coupling models“
Meine Habilitation beschäftigt sich mit einer thermodynamisch konsistenten
Modellierung und Simulation von Zweiphasenströmung in porösen Medien, die für
das Verständnis, die Vorhersage und Optimierung der Prozesse in vielen umweltbe-
zogenen, technischen und biologischen Systemen extrem wichtig sind. Hierzu
gehören die CO2-Speicherung im Untergrund, die Methanmigration aus stillgeleg-
ten Kohlebergwerken, die Migration radioaktiver Gase aus nuklearen Endlagern
(umwelttechnische Systeme), die Vorgänge in Brennstoffzellen und Wärmetauschern,
aber auch die Zubereitung eines Kaffees (technische Systeme) sowie die für die
Krebstherapie wichtige Interaktion zwischen Blutgefäßen und Interstitium (biologi-
sche Systeme). Kurz und gut, es geht um die Modellierung und Simulation eines
breiten Spektrums von Anwendungen, deren Gemeinsamkeit ist, dass ein oder meh-
rere Flüssigkeiten und/oder Gase durch eine poröse Feststoffstruktur strömen.
Das klassische Modell zur Beschreibung dieser Prozesse, welches heute welt-
weit an Universitäten und in der Industrie verwendet wird, basiert auf einem Ansatz,
der sich historisch durch — teilweise empirische — Erweiterungen einfacherer Ansätze
entwickelt hat. So ist die Grundlage aller heute verwendeten Simulationsprogramme